Zur Grenze, der letzte Tag im Iran

Montag 15.03.2016 von Teheran an Tabriz vorbei zur Grenze.14_03_16_01
Ich fahre noch 120 Kilometer auf der Autobahn in die nächste Stadt. Die Autobahn hat zum Teil 6 Spuren und ist über 100 Kilometer weg von Teheran immer noch beleuchtet.
Zwischendurch noch einmal volltanken. Das Benzin ist mit ca. 70 Cent im Iran günstiger als in den anderen Ländern.
Da es an der Tankstelle recht eng zugeht und ich in Teheran doch mehr Zeit gebraucht habe als eingeplant fahre ich noch eine Stunde weiter. Es ist nun 3 Uhr als ich die Nacht hinter den Gebäuden eines Rastplatzes verbringe. Es wird merklich kälter. Ich muss noch eine Decke mehr auflegen.
Um 7:00 Uhr bin ich wieder auf der Strasse. Dank der Autobahn mache ich heute gut Kilometer.
Das eigentliche Etappenziel Tabriz schenke ich mir. Noch bei Tageslicht fahre ich an der sehenswerten Stadt Tapriz vorbei. Meine Sorge gilt immer noch dem Anhänger. Die Spur sieht immer noch gut aus und die Reifen fahren sich in der Mitte ab.
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Das Quad mach auch richtig Spass und läuft zuverlässig.
Beim Tanken habe ich eine nette Begegnung mit zwei freundliche Iranern.
Nach dem Foto vom Quad und mir werde ich gefragt ob ich Datteln mag.
„Na klar sage ich, wer mag Datteln nicht?“ Da geht einer der beiden zu seinem Auto und bringt einen ganzen Karton mit Datteln rüber. Ich denke ich nehme mir ein paar….falsch gedacht die ganze Kiste 5 kg hochwertige Datteln bekomme ich geschenkt und die schmecken richtig lecker.
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Es sind von Tabriz zur Grenze noch 350 Kilometer , die schaffe ich heute auch noch. Also sind es über 800 Kilometer von Teheran bis zur Grenze in nur einem Tag.Die Schmerzen im Rücken haben sich auch egalisiert. Ich habe mehrere neue Sitzpositionen gefunden und komme nun ganz gut zurecht. Es ist dunkel als ich Bazargan erreiche und auch kalt. 3 Grad hat es gerade, und für morgen sind sogar 0 Grad angesagt.
„Ja der Sommer ist nun für mich definitiv vorüber“.
Ich fahre in die Stadt und mache an deren Ende die Grenze aus. Auch Tankstellen gibt es in der Stadt. Ich bin sehr glücklich! Da das Benzin im Iran sehr günstig ist tanke ich den 20 Liter Reservekanister und das Quad voll.
Morgen geht es in die Türkei – fast schon Europa. Dieses Wissen zaubert mir ein lächeln in das Gesicht. Mit den letzten Rial, der Iranischem Währung, kaufe ich noch frisches Obst an einem Stand. Ich habe den kleinen Hunger und es regnet leicht. Ein gut beleuchtetes Restaurant, eine iranische Bürgerbude fällt mir auf. Ich steuere darauf zu und sitze nun in dem Fastfood Restaurant und genieße den Döner. Auch 4 Tassen heißen Tee haben den Weg in meinen Körper gefunden.
Der Besitzer erlaubt mir das Quad über Nacht direkt vor dem Laden ab zu stellen und mit Ihm und seinen Angestellten im Laden zu schlafen.Zu 6 schlafen wir auf dem Boden in Decken eingehüllt. Ich bekomme den Gastplatz direkt vor dem Radiator.
Es ist schon 1:30 Uhr als ich meine Augen zu mache. Die Menschen hier sind auch Klasse nur die Gespräche sind schwierig da kaum jemand Englisch spricht.
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Natürlich gibt es auch hier eine kleine Fotosession.

Autor: gerry-admin

Born 1965 in South Germany on the Lake of Constance. I love travelling, sport, adventures.

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