Über die Grenze in die Türkei

Dienstag 15.03.2016

Alle schlafen noch um 7:00 Uhr. Ich packe meine Sache und bin startklar. Leider muss ich meine Freunde aufwecken um aus dem Laden zu kommen. Ich bin eingesperrt!

Auf der Strasse neben meinen Quad werde ich zum Tee eingeladen. Eine Gruppe junger Iraner im Laden nebenan sitzen gerade gemütlich zusammen.
Um 8:00 Uhr nach dem Tee fahre ich die 2 km zum Zoll. Dort werde ich erst einmal auf das Geld wechseln angesprochen. Prima ein Problem weniger! Ich wechsle die restlichen Iranische Rial in Türkische Lira. Auch 100.- Euro wechseln den Besitzer.
Am Zoll kommt auch ein „hilfsbereiter freier Mitarbeiter“ mir entgegen. Er nimmt mir den Ausweis aus der Hand und das Carnet und stiefelt los.
Die Büros sind schlecht beschriftet, und die Beamten erklären mir zwar ich soll niemand Geld geben der Zoll ist kostenfrei, aber dieser Mann erwartet Geld.
In einer halben Stunde bin ich fertig mit dem Iranischen Zoll. Ein Kollege von meinem neuen ,freien Mitarbeiter meint ich soll im 50.- Euro geben. Ein bisschen viel für den Einsatz! Ich bin sauer und gebe 5.- Euro Trinkgeld.
Der Anhänger wird nur Oberflächlich inspiziert. Türe auf ein Blick in das Innere, das wars.
Man sieht dem Anhänger und auch dessen Inhalt das Abenteuer an. Da hat niemand Lust weiter zu suchen.
Auf türkischer Seite dauert es etwas länger. In 2.5 Stunden bin ich durch den Zoll. Sehr glücklich ich bin nun in einem Land wo ich keinen Zeitdruck seitens Visa mehr habe.
Es ist stark bewölkt und kalt um die 3 Grad.Unterwegs ist mit Schneefall zu rechnen Also kommt der Thermokombi aus dem Gepäck. Wie sich später raus stellt eine gute Entscheidung
Ich fahre durch die Berge, die Strasse führt zum Teil auf über 2150 Meter, Das Quad muss ganz schön arbeiten, verrichtet seine Arbeit aber wunderbar. Ich kann jedenfalls immer über 45 km/h fahren und komme gut voran. Teilweise habe ich Schneeregen. Es ist sehr kalt und ich muss mich erst noch an das weiße Element gewöhnen, „brrrrr“ ich habe auf das weiße Zeug irgendwie gar keine Lust..
In den Städten gibt es nur selten die „Humps“dafür kontrolliert die Polizei sehr oft mit Radar. Es ist Nacht und das erste Mal währen der Reise geht mir das Benzin aus. Ich tanke die 10 Liter aus dem Reservekanister und fahre die 5 Kilometer zur nächsten Tankstelle kurz vor Refahiye. Dort verbringe ich die Nacht im kalten Zelt Durch die Infrastruktur im Restaurant geht es mir gut.Natürlich wird dort geheizt, es hat eine saubere Toilette, warmes Wasser.
Auch eine Kleinigkeit zu Essen gönne ich mir. Um die null Grad sich beim Anhänger auf zu halten macht wenig Spass.

Autor: gerry-admin

Born 1965 in South Germany on the Lake of Constance. I love travelling, sport, adventures.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *